Hainburg, 3. Juli 2026
NABU Hainburg beklagt Naturfrevel
Der NABU Hainburg setzt sich seit Jahrzehnten für den Naturschutz in und um Hainburg ein. Dazu gehören die Pflege von Streuobstwiesen, das Anbringen von verschiedensten Vogelnisthilfen, das Erstellen von Reptilienbiotopen, das Pflanzen von Obstbäumen, etc., aber auch eine Vielzahl von umgesetzten Baumaßnahmen zum Schutz und Erhalt von Tieren und Pflanzen. Zum Teil wurden diese durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen, sowie Unterstützungen aus Geldern von öffentlichen zweckgebundenen Zuwendungen finanziert. Dazu kommen hunderte von Arbeitsstunden und Eigenleistungen der ehrenamtlichen Aktiven.
Ein besonders wichtiges Projekt, das der NABU Hainburg umgesetzt hat, ist ein sogenannter Mönch, der dem Anstauen von Fließgewässern dient. Der Stau wurde in zwei Bauabschnitten in Abstimmung mit den zuständigen Behörden im Naturschutzgebiet-Fasanengarten (an der MSC Rennbahn) bereits in den 1980er Jahren errichtet. Massive Eichenbohlen stauen das Wasser bis zu einer festgelegten Marke. Steigt der Wasserstand höher, sprudelt der Bach darüber. Durch diese Maßnahme hat sich ein besonderes Feuchtbiotop mit zahlreichen Amphibienarten, seltenen Pflanzen und Vögeln sowie eine besondere Insektenwelt entwickelt. Selbst der Eisvogel ist dort heimisch geworden. Kürzlich ist es nun schon zum zweiten Mal vorgekommen, dass Vandalen vorsätzlich die obere Bohlen zerstört und mit Gewalt herausgehebelt haben. Neben dem finanziellen Schaden ist dadurch auch der Wasserstand im NSG-Fasanengarten massiv gesunken. Eine größere Fläche ist trocken gefallen mit z.T dramatischen Folgen für die dort lebenden auf Feuchtgebiete spezialisierten Tiere und Pflanzen.
Die Mitbürger werden gebeten Augen und Ohren offen zu halten, damit sich diese Straftat nicht wiederholt! Gerne kann über diese Homepage Kontakt aufgenommen werden.
Rödermark, 30. Juni 2026
Gemeinsame Presseerklärung von Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisverband Offenbach e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Kreisverband Offenbach, Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), Arbeitskreis Offenbach, Arbeitsgemeinschaft Mensch und Umwelt Hainburg sowie der Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt
Naturschützer fordern Nachtfahrverbot für Mähroboter auch im Kreis Offenbach
Kreistag soll Entscheidung überdenken
In immer mehr Gärten kommen sie zum Einsatz: Mähroboter, die meist für mehrere Stunden täglich über die Fläche fahren und den Rasen sehr kurz halten. Was für die einen eine Arbeitsersparnis darstellt, ist für Naturschützer ein Graus. „Auf einer Rasenfläche, die ständig gemäht wird, kann keine Pflanzen Blüten entwickeln und sich aussäen“, sagt der NABU-Kreisvorsitzende Dr. Rüdiger Werner. „Damit wird das Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten minimiert. Der Rasen wird so zu einer artenarmen Graswüste. Daher wünschen wir uns als NABU, und mit uns alle anderen Naturschutzverbände auch, einen freiwilligen Verzicht auf solche Mähroboter und stattdessen mehr Blühflächen im heimischen Garten.“
Ein zweites Problem ist in den Augen der Naturschützer aber noch gravierender: Nachtfahrende Roboter bedeuten Leid und Tod für Tausende von Igeln. Die bedrohten Igel sind keine Fluchttiere. Bei Gefahr rollen sie sich zusammen. Gegen Mähroboter ohne aktiven Kollisionsschutz hilft diese Taktik nicht. Die rotierenden Messer können Schnittverletzungen, amputierte Gliedmaßen oder aufgeschlitzte Bäuche verursachen. Jede Tierauffangstation hat schon Kontakt gehabt mit Igeln, die solch schreckliche Schnittverletzungen durch Mähroboter aufwiesen. Ein Leid, das einfach zu vermeiden wäre.
Nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Das gilt auch für Igel. Weil alle Aufrufe bisher wenig Erfolg hatten, haben bereits viele Städte und Landkreise durch kommunale Allgemeinverfügungen Nachtfahrverbote für Mähroboter erlassen. Diese gelten in der Regel von 30 min vor Sonnenuntergang bis 30 min nach Sonnenaufgang.
Auch im Landkreis Offenbach gab es jetzt einen solchen Vorstoß. „Wir sind entsetzt, mit welcher Unwissenheit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Tierleid dieser Antrag von der Mehrheit abgelehnt wurde“, fasst Dr. Werner die Stimmungslage der Naturschutzverbände zusammen. „Auch wenn die Überprüfung der Einhaltung objektiv kaum umsetzbar ist, könnte das Thema durch einen solchen Beschluss in die Öffentlichkeit gebracht werden und hätte allein durch die damit verbundene Aufklärung das Leid vieler Igel, Frösche, Kröten und anderer Kleintiere vermindern können“. In einer gemeinsamen Presseerklärung appellieren daher die Verbände NABU, BUND und HGON sowie die AMU aus Hainburg und die AGFA aus Seligenstadt an alle Kreistagsfraktionen, das Thema noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen und hier eine zukunftsorientierte Entscheidung zu treffen, die zeigt, dass ihnen der Artenschutz nicht egal ist, und die die Einhaltung des § 44 BNatschG unterstützt.
Mittelfristig fordern die Verbände eine bundesweite Regelung durch eine Aufnahme des Igelschutzes in das Artenschutzgesetz.

Am 27.03. kamen die Mitglieder des NABU Hainburg zur jährlichen Mitgliederversammlung im Vereinsheim in der Einsbahnstraße 4 in Hainburg zusammen.
Nach dem Bericht der Vorsitzenden und der Kassenleitung bestätigten die Kassenprüfer Michael Degen und Jürgen Knittel die ordnungsgemäße Buchführung und beanstandungslose Kassenführung. Die
Entlastung wurde dahingehend von den Kasssenprüfern beantragt und erfolgte einstimmig durch die anwesenden Mitglieder.
Unter Wahlleiter Roland Schulz wurde anschließend ein neuer Vorstand gewählt. Der Haupvorstand stellte sich erneut zur Wahl und wurde im jeweiligem Amt bestätigt.
Neu in den Vorstand gewählt wurden als Beisitzer Michael Degen und Gunther Reiche.

Nachdem wir im letzten Herbst dank großzügiger Unterstützung dreier Förderer unser Vereinsheim renovieren, neu möblieren und mit neuester Präsentationstechnik ausstatten konnten, wurde es nun am 23. Mai 2024 in einer kleinen Veranstaltung Vertretern der fördernden Unternehmen vorgestellt. Nach einer Präsentation der Historie und der Aktivitäten der Gruppe Hainburg sowie der Renovierungsmaßnahmen wurden den Förderern als kleiner Dank "Urkunden" und ein Meisen-Nistkasten überreicht, ebenso Bürgermeister Alexander Böhn und Erster Beigeordneter Christian Spahn für ihre stetige Unterstützung vonseiten der Gemeinde. Für die freundliche Überlassung etlicher exzellenter Präparate als Dauerleihgabe wurden Herr Plackinger und Uta Plackinger ebenfalls mit Urkunde und Nistkasten gedankt.
Im Anschluss wurden die Anwesenden mit Getränken und köstlichem Gebäck verwöhnt.

Am 1. Juni 2023 haben vier Aktive an der Streuobstwiese am "Laber-Acker" (an der Bahnstrecke Richtung Seligenstadt in der Nähe des ersten Bahnübergangs nach dem Bahnhof Hainstadt ) eine neue Infotafel installiert.

Am 17. Mai 2023 haben fünf Aktive an der Streuobstwiese am "Oberte" (Gemarkungsgrenze Hainstadt zu Klein-Auheim) eine neue Infotafel installiert, da die alte nach mittlerweile weit über zehn Jahren kaum noch lesbar ist.

Natur- und Artenschutz braucht weitere Unterstützer
Der NABU Hainburg nimmt teil an der Mitgliederwerbeaktion des NABU-Kreisverbandes
Beginn Anfang März 2023 in Hainburg
An vielen Haustüren im Kreis Offenbach, genauer gesagt in den Gemeinden Dietzenbach, Rödermark, Hainburg und Neu-Isenburg, werden ab dem 20. Februar 2023 für 6 bis 8 Wochen Studenten im Rahmen einer Aktion des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) um Unterstützung für die lokale Naturschutzarbeit werben. Um die Artenvielfalt in unserer Landschaft zu erhalten, ist leider an immer mehr Stellen aktive Landschaftspflege nötig. Die Artenkenntnis und das Wissen um die Natur schwindet stetig in der Bevölkerung. Dem versucht der NABU mit vielfältigen Angeboten entgegen zu wirken. Termine findet man dazu auf den Webseiten der Gruppen und des NABU Bundesverbandes.
Die (meist älteren) ehrenamtlichen Naturschützer hoffen auf Begeisterung und Mitmachen vor allem jüngerer Menschen. Selbstverständlich ist auch finanzielle Hilfe gerne gesehen, denn vom Flächenkauf über Artenschutzprojekte bis hin zu Material für Nistkastenbau und für die Jugendarbeit ist nichts umsonst zu haben.
Bei dem Team, das für den NABU unterwegs ist, handelt es sich um Studenten, die sich bei einer vom NABU beauftragten Agentur beworben haben, um für eine gemeinnützige Organisation wie den NABU Mitglieder zu gewinnen. Die jungen Leute kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und führen die Aktion unter Führung der NABU-Kreisverbände durch. Organisiert wird die Aktion landesweit vom NABU-Landesverband in Wetzlar. Die jungen Naturschützer sind täglich ab 12.30 Uhr bis etwa 20:30 Uhr in der jeweiligen Gemeinde unterwegs. Dabei kann es vorkommen, dass es noch nach Einbruch der Dunkelheit an der Haustür klingelt, da man auch Berufstätige für den Naturschutz gewinnen möchte. Es werden keine Spenden angenommen oder Bargeldgeschäfte getätigt, sondern es wird vor allem informiert und letztendlich um Mitgliedschaft geworben.
„Mit 3.450 Mitgliedern ist der NABU flächendeckend im Kreis vertreten und heute schon eine starke Gemeinschaft“, sagt Dr. Rüdiger Werner vom NABU-Kreisverband, „jedoch ist diese Zahl im Verhältnis zur Einwohnerzahl immer noch eine der niedrigsten aller hessischen Landkreise.“
Für Fragen zur Werbekampagne ist der NABU-Kreisverband unter Tel. 06074-2112030 (Dr. Rüdiger Werner) zu erreichen. Weitere Informationen zur regionalen Naturschutzarbeit gibt es u. a. im Internet unter www.nabu-kreis-offenbach.de.

Am 10. Januar 2022 wurde am südlichen Ortseingang von Hainburg ein Hinweisschild auf unsere Webseite angebracht.
Das Schild soll aus Richtung Seligenstadt kommende Verkehrsteilnehmer auf unsere Webseite aufmerksam machen. Bereits im Vorbeifahren kann man sich die prägnante Web-Adresse leicht merken.